Bei der Planung einer Einbruchmeldeanlage taucht früher oder später der Begriff “Sicherheitsgrad” auf – meist im Zusammenhang mit der europäischen Norm EN 50131. Dieser Beitrag erklärt, was dahintersteckt und worauf es bei der Einordnung ankommt.
Was die Norm EN 50131 regelt
Die EN 50131 ist eine europäische Normenreihe für Einbruch- und Überfallmeldeanlagen. Sie definiert unter anderem Sicherheitsgrade, die beschreiben, wie widerstandsfähig eine Anlage gegenüber Tätern mit unterschiedlichem Kenntnisstand und Werkzeugeinsatz ausgelegt ist. Die Norm kennt insgesamt vier Sicherheitsgrade – in der Praxis sind für Wohn- und Gewerbeobjekte vor allem die Grade 2 und 3 relevant.
Sicherheitsgrad 2: der verbreitete Standard
Sicherheitsgrad 2 gilt allgemein als Basisschutz für Objekte mit überschaubarem Risiko – etwa viele Wohnobjekte und kleinere Gewerbeeinheiten. Täter werden hier als Gelegenheitstäter mit einfachem Werkzeug eingestuft.
Sicherheitsgrad 3: höheres Schutzniveau
Sicherheitsgrad 3 ist für Objekte mit erhöhtem Risiko vorgesehen, bei denen von Tätern mit besserer Ausstattung und mehr Fachwissen ausgegangen wird – etwa bestimmte Gewerbe-, Betreiber- oder Lagerobjekte mit höherem Warenwert oder besonderer Gefährdungslage.
Warum es keine pauschale Antwort gibt
Welcher Sicherheitsgrad für ein konkretes Objekt sinnvoll ist, hängt von mehreren Faktoren ab: Nutzung, Lage, vorhandene bauliche Sicherung, Versicherungsanforderungen und individuelles Risiko. Eine pauschale Aussage wie “für jedes Einfamilienhaus reicht Grad 2” oder “jedes Gewerbeobjekt braucht Grad 3” greift zu kurz – TWS bewertet das im Rahmen der Objektbegehung individuell.
Auch bei der Frage, ob eine Versicherung einen bestimmten Sicherheitsgrad anerkennt oder voraussetzt, gilt: Das ist projektbezogen mit dem jeweiligen Versicherer zu klären. TWS berät zur technischen Umsetzung, eine verbindliche versicherungsrechtliche Einordnung erfolgt durch den Versicherer selbst.
Hersteller mit passenden Komponenten
Sowohl Jablotron als auch Ajax bieten Komponenten, die sich – je nach Systemkonfiguration und fachgerechter Installation – für unterschiedliche Sicherheitsgrade eignen. TWS wählt die passenden Komponenten und die Konfiguration entsprechend der Objektbewertung aus.
TWS-Einordnung statt Bauchgefühl
Der passende Sicherheitsgrad ist eine technische Planungsfrage, keine Bauchentscheidung. TWS nimmt die Objektbewertung vor, empfiehlt einen passenden Sicherheitsgrad und setzt die Einbruchmeldeanlage entsprechend um – für Neubauten ebenso wie für die Nachrüstung bestehender Objekte in Niederbayern und Bayern.